Donnerstag, 19. Mai 2022

2. - Schwedischer Frühling



Donnerstag 19. Mai

Gelb

Navi 2380km / >N 1824km / >H 996km
(Distanz zum Nordkap per Navi / Luftlinie Nordkapp / Luftlinie nach Hause)



Frühmorgens um 6 Uhr komme ich mit der Fähre in Trelleborg an und hohle erst mal den fehlenden Schlaf nach, bevor ich um 13 Uhr ein gemütliches Frühstück am Strand geniesse. Ich bin angekommen in Skandinavien.

Frühstück in Schweden

 

Auch wenn das Schwedische Wetter mit vielen Wolken aufwartet, so drückt immer wieder die Sonne durch. In Ruhe gehe ich das Schwedenabenteuer an. Erst mal ein wenig spazieren am Strand und dann breche ich auf zum südlichsten Punkt Schwedens.

Die Rapsfelder in voller Blüte

 
Leuchtturm Smigehuk Fir

 

Smygehuk

Nach dem Erkunden des Leuchtturms und der Umgebung genehmige ich mir ein grosses Eis das ich genüsslich im Gras schlemme. Doch das schwarze Federvieh will mir das streitig machen. Zum Glück vertreibt die Meerjungfrau den dreisten Vogel.

Dalköpinge

 

Weiter gehts durch die gelben Felder auf Malmö zu. Natürlich muss ich in Schweden gleich zu Ikea. Möbel brauche ich keine, daher ziele ich direkt auf das Restaurant zu. Die Gemüsebällchen sind nicht nur essbar, sondern schmecken ausgezeichnet, im Gegensatz zum Veganen Hotdog. Deshalb ziehe ich die Erbsenbällchen inzwischen den Kütbullar vor. Zur Nachspeise gibts die obligaten Kanelbulle.

Kanelbulle

Frisch gestärkt suche ich mir einen Platz für die Nacht am Meer. Zwar stehen die Wolken einem Sonnenuntergang im Wege, aber die Abendstimmung ist grandion.

Regenwolken über Malmö

Abendstimmung

Meine erste Farbe in Schweden ist Gelb. Alles in der Landschaft ist gelb. Gelb leuchten die vielen Rapsfelder, die in voller Blüte und die Wette strahlen. Auch viele kleine Blumen im Gras sind gelb. Natürlich sind auch die Kanelbulle ein bisschen gelb und Ikea hat gelb im Logo. Da künnte man gleich gelb vor Neid werden auf die Schweden, bei all der Farbenpracht.



  Freitag 20. Mai

Grün

Navi 2329km / >N 1824km / >H 1024km

In der Nacht hat es geregnet, aber trotzdem werde ich von der Sonne geweckt.


Durch grüne Felder ziehe ich weiter. Immer schön dem Meer entlang und immer wieder mit Sicht auf Dänemark hinüber.

Bauernhof

Wasserturm

Gegen Mittag mache ich eine kleine Wanderung am Magnarps Strand. Überall an der Küste hat es kleine Naturschtzgebiete. Natürlich gibt's anschliessend eine Kaffeepause mit Kanelbulla.

Bootsteg

Ruhebank

Ruhepause mit Blick auf Dänemark

Nun ziehe ich weiter nordwärts, über Landstrassen vorbei an Bauernhöfen und stattlichen Landhäusern.

Alter Turm in grünem Feld

Landgasthof

Stattliches Haus

Strandhäuschen in den Dünen

Nun ist es wieder Zeit, sich einen Platz für die Nacht zu suchen. Das ist hier aber gar nicht so einfach, denn Naturparks wechseln sich ab mit Badeorten und Wochenendhäusern am Meer. Da ich überall campen verboten. Schliesslich lande ich auf einem Parkplatz in Strandnähe.

Windräder

Grüne Matten und Felder prägen meinen zweiten Tag in Schweden. Ja ich bin sofort grün geworden mit den Schweden. Hier läss sich's gut leben. In dieser Gegend hats auch viele grüne Wälder. Es lohnt sich absolut auch mal abseits der Autobahn zu reisen.



  Samstag 21. Mai

Grau

Navi 2256km / >N 1716km / >H 1131km

Heut ist ein Regentag. Der Wetterbericht verspricht keine Sonne. Aber was solls. Ich nehm's wies kommt.

Schafherde an der Küste


Langsam tuckere ich weiter der Westküste Schwedens entlang. Die Rapsfelder sind auch im Regen schön. Ich geniesse die Landschaft und die Ruhe.

Rapsfelder

Regenwetter

Blumenrabatte

Kaffee trinken im Restaurant und wieder mal den Blog aktualisieren. Zudem muss ich noch einkaufen. Für den Laptop brauche ich ein Netzkabel, da ich den Reiseadapter zu Hause ligen gelassen habe. Und in Schweden gibts auch gute Schokolade.


 Dem Wetter angepasst geniesse ich heute ein Fondue. Im Park am Meer lasse ich mich nieder und verköstige mich. Nun wird das Wetter immer besser. Bald ist's wieder Zeit für die Nachtruhe. Direkt am Meer finde ich einen schönen Platz mit Aussicht mitten im Dorf. Allerdings fährt bis 23 Uhr eine Horde Jugendlicher mit ihren Autos mit lauter Musik immer wieder hin und her.

Fondu isch guet und git e gueti Lune

Regenwolken

Aufhellung

Schöne Aussicht

Grebbestad



  Sonntag 22. Mai

Blau

Navi 2153km / >N 1538km / >H 1319km

 

Zmorge am Strand
 

Sonntagmorgen. Nun bin ich eine Woche unterwegs. Gleich an der Hauptstrasse, direkt am Meer habe ich übernachtet. Hier hatte ich einen 1. Klassigen Parkplatz mit Meersicht. Bevor ich nun weiterfahre, mache ich vor der Frühstück einen ausgedehnten Spaziergang am Fjord.

Grebbestad

 

Am Grebbefjord

Grebbestad

Fjord in der Morgensonne um 6 Uhr

Strönstad

In Strömstad mache ich Mittagspause und schaue den Fähren zu die von hier aus rüber nach Norwegen fahren. Ich will allerdings Norwegen auf dem Landweg erreichen.

Hogdal Kirche

kleiner See mit Seerosen

Blauer Wegweiser

Der Svinesund

Grenze

Nun habe ich den Svinesund erreicht. Er bildet die Grenze zu Norwegen. Ich bin immer in der Nähe der E6, der Strasse die zum Nordkap führt entlanggefahren, aber immer auf den Landstrassen. Die blauen Wegweiser gefallen mir besser und schliesslich will ich ja auch etwas sehen vom Land. So konnte ich das blaue Meer, die Landschaft und den blauen Himmel bewundern. Auch das Ikea Logo ist blau.



Sonntag, 15. Mai 2022

1. - Ein heisser Start


Vorbereitungen

Ja in letzter Zeit wurde es ziemlich hektisch. Alles soll noch erledigt werden und alle wollen noch etwas von einem. Da kommt man schon mal auf den Hund. Zudem ist bei mir zu Hause eine grosse Baustelle. Es wird mal wieder Zeit für Ferien. Auch wenn noch nicht alles erledigt ist, fahre ich mit einem guten Gefühl nach Norden.





Sonntag 15. Mai

von Krieg und Frieden


Am Sarnersee

 

Meine Reise beginnt in Sachseln. Hier besuche ich den Festgottesdienst zu 75 Jahre Heiligsprechung von Bruder Klaus, dem Landespatron der Schweiz. Bruder Klaus soll ja im Jahr 1841 an der Tagsatzung in Stans mit seinen weisen Worten der Frieden zwischen Stadt- und Landkantonen ermöglicht haben. Frieden ist heute ja wichtiger denn je. Da kann ein Wallfahrt zum heiligen Bruder Klaus ja nicht schaden. Zudem wird heute ein neues Ranftmobil eingeweiht. Das ermöglicht es gehbehinderten Personen die Klause im Ranft zu besuchen. Auch ich bin dabei als freiwilliger Begleiter.

Festgottesdienst in Sachseln
 

Ubrigens war bis ins Jahr 1961 Remigius der Landespatron von Nidwalden. Früher war es üblich dass jeder Kanton einen eigenen Heiligen vorweisen konnte. Da Nidwalden aber keinen solchen ausweisen konnte, importierte man sofort einen gekauften Heilgen aus den Katakomben von Rom. Seine Gebeine liegen immer noch in der Pfarrkirche Stans. Das war also wohl eher ein Scheinheiliger als ein Heiliger, wohl darum wurde er 1961 durch den Heiligen Petrus als neuer Landespatron ersetzt. Nun ja, ich bin sowieso mehr scheinheilig denn heilig.

Vitaminpause über dem Sarnersee


Jetzt geht es aber richtig los. Da diese Woche die Panoramastrasse über den Glaubenbielen Pass nach der Wintersperre wieder eröffnet wurde, nehme ich diesen Weg unter die Räder. Auf dem Pass erlebe ich nochmals den Bergfrühling.

Bergfrühling

Auf dem Glaubenbielen Pass

Bergfrühling

Nach dem friedlichen Erlebnis auf der Panoramastrasse weder ich im ebenso friedlichen Flühli mit der komunistischen Vergangenheit konfrontiert. Hier im Kurhaus Flühli weilte 1915 vom Mai bis Oktober der russische Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin.

Kurhaus Flühli

Hier läuft auch die Transitgasleitung nach Italien durch. Auch in der schönen Natur trifft man immer wieder auf Relikte aus der Vergangenheit, die schlussendlich zum Krieg in der Ukraine geführt haben. Wir alle sin auch ein wenig mitschuldig, weil mir mit unserem Geld für Gas und Erdöl dem Diktaor Putin den Krieg mitfinanzieren. 

Über Basel und dann immer dem Rhein entlang fahre ich im Elsass Richtung Norden.

Am Rhein bei Strassburg
Vor der Mondfinsternis

Diese Nacht ist wieder mal eine Mondfinsternis geplant. Leider schieben sich aber gegen Morgen einige Wolken vor den Himmel, so dass ich den Blutmond nicht sehen kann.


Montag 16. Mai

vom Rhein zur Moldau


Morgenstimmung am Rhein

Weiter geht es durch Strassburg zum Dom und dann weiter landeinwärts Richtung Luxemburg

Strassburger Münster

Devotalienladen
Siehst du den versteckten Heiligen rechts von Maria?

Im Elsass

Hier hängt der Frühling

 

Bei Schengen im Dreiländereck Frankreich/Deutschland/Luxemburg erreiche ich die Moldau. Natürlich besuche ich auch das Städtchen Remich (Remi Schweiz) und fahre dann weiter durchs Moldautal.

Pause im Grünen

in Remich


Nunn aber weiter zu meiner Nichte Anita. Mit Käse und Cervelat aus der Schweiz kann ich hier punkten. Es ist schön Anita wiederzusehen.



Dienstag 17. Mai

Ausserirdische im Nebel


Die Radonkuppel des Fraunhofer Instituts bei Bonn

Bei Nebelschwaden in den Niederungen bei Bonn ziehe ich weiter. Quer durch das Sauerland fahre ich nach Hannover.

Nebelschwaden bei Bonn

Stau in Bonn

Frühling im Sauerland

Zwischendurch ein Kreuzworträtsel

Kapelle

Ankunft in Wedemark

Heute bin ich zu Besuch bei meinem Freund Manfred und nach dem gemütlichen Kaffee unternehmen wir eine kleine Radtour durch die Wedemark.



Mittwoch 18. Mai

Geile Sache


Nach der Velotour

Heute Morgen fahre ich mit Manfred zum Würmsee, der früher ein vielbesuchtes Naherholungsgebiet von Hanover war. Mit Bootsverleih und Schlittschuhlafen herrschte immer viel Betrieb. Rund um den See kann man die Natur und Vögel beobachten und auf Schautafeln die Geschichte des Sees erfahren.

Manfred ruht sich aus neben seiner heimlichen Freundin

am Würmsee

Vögel kreisen über dem See

2 junge Camper mit dem alten Bus

Nun gehts weiter querfeldein Richtung Fähre in Rostock.

Gedenkstätte im Konzentrationslager Bergen Belsen

Lauenberg an der Elbe

Schafherde am Elbeufer

Natürlich brauche ich zwischedurch eine kleine Stärkung oder muss meine Gelüste stillen. Dann stelle ich mich langsam auf das nordische Essen ein.

Frische Erdbeeren fom Feld

Windmühle

Köttbullar bei Ikea

 

Am Abend erreiche ich Rostock und in der Nacht bringt mich die Fähre rüber nach Schweden.

Am Fährterminal

Auf der Fähre

Schön war die Anreise abseits der Autobahnen und nun freue ich mich auf eine unbeschwerte Zeit in Skandinavien. Ja die Eisheiligen haben dieses Jahr total versagt. Statdessen herrschten bereits hochsommerliche Temperaturen. Das Wasser wir wegen des wenigen Regens vielerorts bereits knapp.





Blogs von Reisekameraden 2022

 

Heidi und Chris Keefe

Getroffen auf der E6 vor Olderfjord am 1. Juni